Extremkletterer Robert Jasper – auf meiner Couch

Gastgeber sein ist immer etwas Schönes, allerdings wird es noch schöner, wenn ein Gast kommt, der einer der Weltbesten ist, in dem was er tut. Wenn dieser Gast dann auch noch die Gastgeber-Leidenschaft lebt und Robert Jasper heißt, von einem Moderator des ALPIN-Bergmagazins begleitet wird, ein ganzes Kamerateam mitbringt, ein Livestream geschaltet wird, deine eigenen besten Freunde mit dabei sind, ein Fotograf sich um die Dokumentation des gesamten Abends kümmert und GORE-TEX für Essen und Getränke sorgt, dann kann der Abend einfach nur mehr als grandios werden.

Ich möchte mich vorab nochmal bedanken bei allen, die oben bereits erwähnt wurden und für diese einmalige, ultrageniale Möglichkeit, die GORE-TEX Athletencouch bei mir zu veranstalten, den Abend mit tollen neuen und alten Freunden zu verbringen, neue Bekanntschaften zu schließen und daraus ein unvergessliches Erlebnis zu machen und an Jo Stark für die Bilder.

Aber first things first. Es ist schon ein bisserl her, da hab ich mich spaßeshalber mal bei GORE-TEX für die Athletencouch beworben, dass das wirklich klappen würde, war mir da noch nicht bewusst. Etwas vergessen hatte ich die Bewerbung auch ehrlich gesagt und dann beginne ich gerade meine Trainingssession in der Kletterhalle, Stöpsel im Ohr und es klingelt. Dran war Fabian von GORE-TEX und meinte ob ich Zeit hab, Robert Jasper, Couch, vorbeikommen, engere Auswahl, usw. So wirklich gerafft hab ichs dann als ich nach meiner Trainingseinheit wieder daheim war, was da kurz davor passiert war. Ein paar Tage später dann der finale Anruf mit Zusage, die anderen beiden Bewerber waren ausgeschieden. Robert Jasper kommt zu mir nach Hause, auf meine Couch, mit meinen Freunden – wie ultragenial ist das denn bitte? So nah dran an einem der Besten der Branche.

Ein paar Tage vor dem eigentlich Termin ging mir dann schon irgendwie die Düse, was muss ich alles herrichten, welche Fragen stelle im Livestream, was ziehe ich denn an, etc. Eher ungewohnte Gedanken für mich, normal mache ich einfach und dann wirds schon. Aufregung, das ist also dieses Gefühl, wenns mal mehr als nur nervös ist…
Zu allem aufgeregt sein, kam noch eine liebevolle ToDo-Liste des wichtigsten Menschen an meiner Seite, was alles zu putzen und zu saugen sei, damit auch alles ordentlich ist. Damit die Wartezeit bis zum eigentlich Tag nicht zu lang wird oder ich zuviel nachdenken konnte. Hat mich abgelenkt von der Aufregung und das war glaube ich ganz gut – also Danke auch an Anna.

Am eigentlich Donnerstag Abend dann klingelt es um 17:00 Uhr an meiner Haustür und da kommen vier Typen die Treppe hoch, hab ich mir gedacht, passt, die vier und wir alle, das hat Platz – nein sie seien nur von der Streamingfirma und kümmern sich um die ganze Liveschaltung. Wie jetzt? Ok. Nach und nach bauten die vier dann schon mal auf und unser Wohnzimmer verwandelte sich immer mehr in eine Bühne, es wurde umgebaut und ausgeleuchtet und verkabelt was das Zeug hält. Als dann noch Fabian und Andi von GORE-TEX ankamen, Jo mit seiner Kamera und Andi vom ALPIN-Bergmagazin, war schon gut was los, fehlte noch Robert und meine Leute. Die kamen dann auch alle rechtzeitig und passend für einen ersten Stehempfang mit Krapfen und Umtrunk und ganz schnell standen da 15 Leute in der Wohnung. Stimmungstechnisch wars allerdings von Anfang an, als würden alle hier wohnen und damit echt mehr als gemütlich und vertraut. Der Livestream war für 19:30 Uhr angesetzt und vorher gabs noch ein Briefing mit Andi vom ALPIN-Bergmagazin wie er die geplanten 30 Minuten aufbauen würde, wann in welche Kamera schauen, wann Fragen aus dem Stream eingebaut werden und wohin die Reise überhaupt gehen sollte. Das Set steht, die Gespräche im vollen Gange und alles funktioniert tadellos, das Wohnzimmer umgestaltet und auf Funktionalität ausgelegt, Robert, Andi und ich sind verkabelt, Soundcheck war gut, kann also nichts mehr schiefgehen.

Pünktlich 19:30 Uhr geht der Stream online und irgendwie ist es nach ein paar ersten Minuten ganz vertraut, die Kameras mehr oder weniger vergessen und auch, dass 12 Leute auf uns da auf der Couch schauen und wer weiß wie viele im Livestream dabei sind. Jetzt bloß nicht Nasebohren oder am Kopf kratzen…

Das Interview an sich ist ein lockeres Gespräch und geht dann sogar 40 Minuten anstatt der geplanten 30, aber Robert hat einfach schon so viel erlebt und zu erzählen, so viel gesehen und geleistet, dass es kaum hätte kürzer werden können, wegen mir könnten wir das noch zwei Stunden so betreiben, die Spannung und die Sicht der Dinge durch die Augen eines absoluten Profiathleten zu sehen, der eine ernüchternd realistische Sicht der Dinge, der Risiken und Gefahren und seiner Arbeit präsentiert, Fragen in aller Ehrlichkeit und mit sehr präzisen Worten beantwortet, ein Mann der nicht nur weiß, was er tut, wenn er es tut, sondern auch dafür lebt.

Normalerweise geht an solchen Abenden immer irgendetwas schief, erfahrungsgemäß klappt was technisches nicht meinte das Team oder irgendwas geht zu Bruch oder so und wie sollte es also anders sein hier auf der Couch? Genau, auch wir wurden eingeholt, allerdings mehr als passend und zeitlich perfekt getimed. Die letzte Kamera ging aus, das Licht gerade gedimmt und der Rechner runtergefahren, da flog die Sicherung und die ganze Bude war dunkel. Kurzes Raunen, Gelächter über den perfekten Zeitpunkt und schon waren wir wieder erhellt. Damit konnte der Abend dann in den ganz persönlichen Austausch gehen, den Austausch mit Robert und seiner Expertise, Bier, Krapfen, Knabberzeug und Geschichten, persönliche Gespräche, Tips und Tricks und gemeinsame Ziele für Reisen.

Unsere dann etwas kleinere Runde kam zu einem schönen Ausklang, GORE-TEX hatte noch ein paar echt tolle Mitbringsel für mich und meine Gäste dabei (GORE-TEX Jacken Reinigung mit Reimprägnierung). Danke dafür, damit habe ich nicht gerechnet.